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Eine wertvolle Erfahrung

Soziale Woche bei JÄGER DIREKT


Die Auszubildenden von JÄGER DIREKT durften eine Woche in der Werkstatt der Behindertenhilfe Bergstraße (bhb) in Fürth mit anpacken.

So fanden sich die Auszubildenden in einem komplett anderen Umfeld wieder, auf das es sich einzustellen galt – ein anderes Arbeitsumfeld, andere Tätigkeiten und neue Kollegen.

Die Zusammenarbeit mit den Menschen mit Handicap bedeutete für die Azubis anfangs die eigene Komfort-Zone zu verlassen. Denn, wie die Azubis selbst in der Einführung am ersten Tag erfahren haben, gehen wir solch ungewohnten Situationen gerne aus dem Weg, weil wir selbst nicht wissen, wie wir damit umgehen sollen. Relativ schnell war jedoch klar, dass mit Respekt, Rücksichtname und Offenheit einer guten Zusammenarbeit nichts im Wege stand. Somit war die eigene Mut-Zone schnell erweitert. Auch die Herzlichkeit und Wärme, die den Azubis von den Menschen mit Handicap entgegengebracht wurde, machte dies noch einfacher.

„Die soziale Woche war ein ganz besonderes Erlebnis für mich“, fasst Anne Dingeldey stellvertretend für ihre Mit-Azubis die Erlebnisse zusammen: „Ich konnte eine wahnsinnige Lebensfreude erfahren und wunderbare Menschen kennenlernen.“

Alltägliches bewusst wahrzunehmen und dafür dankbar zu sein ist eines der Haupterkenntnisse der Azubis. „Ich hoffe, dass die Eindrücke der Sozialen Woche lange bei unseren Auszubildenden haften bleiben und sie von diesen Erfahrungen noch lange zehren werden“, sagt JÄGER DIREKT-Geschäftsführer Franz-Josef Fischer. Er als Unternehmer unterstützt die Soziale Woche, denn sie dient der Persönlichkeitsentwicklung jedes einzelnen Azubis und verdeutlicht, wie wichtig es ist, in einer Gemeinschaft aufeinander zu achten.

Die Soziale Woche hat bei JÄGER DIREKT lange Tradition und fand diesmal bereits fünften Mal hintereinander bei der bhb in Fürth statt. Ins Leben gerufen wurde die Kooperation von Annabel Lies, verantwortlich für die Personalentwicklung bei JÄGER DIREKT, und Udo Dörsam, Leiter der bhb in Fürth. „Die Zusammenarbeit ist sehr vertrauensvoll und vorbildlich“, fasst Udo Dörsam zusammen: „Die Soziale Woche beweist, wie beide Seiten voneinander lernen können. Und schon jetzt steht fest: Die Soziale Woche wird es auch im nächsten Jahr wieder geben.

Bestandteil der diesjährigen Sozialen Woche war ein Projekt einer Auszubildenden, mit den beiden Künstlern Jürgen Kablan und Robert Wilhelm unter Leitung von Ralf Josef Rogalla eine Bildausstellung im Gebäude der bhb Fürth zu organisieren und umzusetzen. Die Vernissage fand im Rahmen der Abschluss-Präsentation statt.

Udo Dörsam würde sich wünschen, dass mehr Unternehmen dem Beispiel von JÄGER DIREKT folgen. Das langfristige Ziel lautet dabei, Menschen mit Behinderung den Zugang in die Wirtschaft zu ermöglichen. Bei dem Hersteller für Elektrotechnik wurde dies in Verbindung mit der bhb bereits in Form eines betriebsintegrierten Beschäftigungsplatzes realisiert. Zudem hatten Mitarbeiter der Fürther Werkstatt bereits die Gelegenheit, Praktika bei JÄGER DIREKT zu absolvieren – eine enge Kooperation, die auch in Zukunft fortgesetzt wird. Dass mehr Unternehmen offen für das Thema Inklusion sind und ihre Mut-Zone erweitern, hofft auch Edith von Hunnius. Die Vizepräsidentin der Verbandsversammlung des Landeswohlfahrtsverbandes (LWV) Hessen nahm an der Abschlusspräsentation der Sozialen Woche teil und zeigte sich begeistert.

Mehr Information zur bhb und den Künstlern auf www.bh-b.de